Equal Pension Day in Kärnten: „Frauen haben ein Recht auf faire Pensionen und gerechte Arbeitsteilung!

„Frauen leisten ihr Leben lang, im Beruf, in der Familie, in der Pflege. Trotzdem bekommen sie am Ende deutlich weniger Pension als Männer. Das ist ungerecht und muss sich ändern“,

sagt Petra Oberrauner, Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Kärnten, zum Equal Pension Day.
In Kärnten fällt der Equal Pension Day heuer auf den 10. August 2025. Er zeigt symbolisch, dass Männer bis dahin bereits so viel Pension erhalten haben, wie Frauen erst zum Jahresende bekommen. Die Pensionslücke liegt bei 39,1 Prozent.

„Diese Ungleichheit bedeutet für viele Frauen Altersarmut. Sie ist das Ergebnis lebenslanger Benachteiligung – von niedrigerem Einkommen über Teilzeit bis hin zur unbezahlten Sorgearbeit“,

so Oberrauner.
Claudia Arpa, Bundesrätin aus Kärnten, ergänzt:

„Equal Pension Day macht deutlich, Frauen bekommen im Alter rund 40 Prozent weniger Pension als Männer. Ursache sind ungleiche Bezahlung, Teilzeit und unbezahlte Care-Arbeit. Gleiche Chancen im Beruf bedeuten auch gleiche Sicherheit im Alter.“

„Der Equal Pension Day macht sichtbar, was viele Frauen ein Leben lang spüren: Noch immer wirkt die Abwertung von Care-Arbeit bis in die Pension weiter. Der Kärntner Frauenbericht zeigt klar, dass unbezahlte und schlecht bezahlte Sorgearbeit, Teilzeit und Erwerbsunterbrechungen zu geringeren eigenständigen Alterseinkommen und höherer Armutsgefährdung führen. Im Bundesregierungsprogramm ist die bessere Bewertung von Care-Arbeit verankert! Unser Ziel ist klar: Frauen sollen in Kärnten von ihrer Arbeit heute gut leben können und morgen eine faire Pension erhalten“,

fordert LRin Sara Schaar.
Kärnten hat bereits wichtige Schritte gegen die strukturelle Benachteiligung von Frauen gesetzt, etwa mit dem Kinderstipendium oder der Novelle des Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes. Damit liegt das Land nach Wien an zweiter Stelle mit der geringsten Pensionslücke.
Um sie weiter zu verringern, braucht es eine bundesweite Strategie. Oberrauner setzt dabei auf die Expertise der neuen Bundesregierung, insbesondere von Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner und Sozialministerin Korinna Schumann.

„Der Ausbau der Kinderbildung und das zweite verpflichtende Kindergartenjahr sind entscheidend, um Beruf und Familie besser zu vereinbaren und mehr Frauen den Weg in Vollzeitarbeit zu ermöglichen“,

erklärt Oberrauner.
Auch die rasche Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie in nationales Recht sei ein wesentlicher Schritt.

„Damit wird sichtbar, wo Frauen schlechter bezahlt werden – ein zentraler Hebel für Lohngerechtigkeit für Frauen.“

Die Teilpension, die 2026 kommt, soll besonders Frauen in belastenden Berufen entlasten.

„Sie ermöglicht, mit reduzierter Arbeitszeit schrittweise und mit finanzieller Absicherung in Pension zu gehen.“

Mit der Anerkennung von Pflege als Schwerarbeit wird zudem eine langjährige Forderung der SPÖ-Frauen umgesetzt.
Abschließend fordert Oberrauner:

„Es ist höchste Zeit für Halbe-Halbe – bei bezahlter und unbezahlter Arbeit. Davon würden die Frauen in hohem Maße profitieren, auch in der Pension. Der Equal Pension Day macht sichtbar, wie eng Einkommen, Arbeitsteilung und Altersvorsorge zusammenhängen. Diese, für Frauen ungerechte, Arbeitsteilung muss endlich ein Ende haben!“

 
Weitere Informationen finden Sie beim Frauenreferat des Landes Kärnten: